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Was ist eigentlich UTMS?
UMTS - Universal Mobile Telecommunications System
ist das Datenfunk-System der 3. Generation.
Bei den Systemen, die derzeit im Einsatz sind
(GSM1800, GSM1900, PDC, cdmaOne, D-AMPS), werden
bereits ende diesen Jahres bzw. spätestens
2001 erste Frequenz-Engpässe erwartet.
2 MBit/s Datenraten sind als UMTS-Standard definiert.
Jedoch soll diese Geschwindgkeit nicht flächendeckend
erreicht werden können, sondern nur in
den Haupt Ballungsräumen, wie z.B. Flughäfen,
Bahnhöfen, Einkaufszentren, etc. Der Rest
soll mit 384 kBit/s realisiert werden. Genau
diese 384 kBits sind heutzutage ausreichend
um eine professionelle und qualitativ hochwertige
Video-Konferenz durchzuführen.
Dem Nutzer werden auf Grund dieser hohen Datenraten
neue Dimensionen eröffnet. E-Commerce und
der Bereich mobiles Multimedia bis hin zu mobilen
Video-Übertragungen können so zukünftig
realisiert werden. Hinzu kommt auch ein Internet-Zugang
der in derselben Qualität jedem User zur
Verfügung stehen wird. Gleichdem ist auch
die Fernsteuerung von Heizung, Sicherheitseinrichtungen
und anderer Geraete im drathlos vernetzten Haus,
von dem nicht nur der Riese Microsoft bereits
spricht, denkbar. Für die Betreiber bedeutet
das erhebliche Investitionen, da die Zahl der
benötigten Basisstationen für eine
Flächedeckung zwischen 8.000 - 10.000 pro
Netz liegen dürfte.
Am 31.07.00 wurden nach harter Auktion insgesamt
12 Frequenz-Blöcke 2x 5 MHz versteigert.
Eine Lizenz konnten hierbei nur die Unternehmen
ersteigern, die mindestens zwei dieser Blöcke
ersteigert hatten. Ein bieten für 3 dieser
Blöcke war selbstverständlich auch
nicht verboten, so dass je nach Auktions-Verlauf
4-6 Unternehmen sich diese begehrten Lizenzen
teilen mussten. Die Laufzeit der Lizenzen ist
auf 20 Jahre begrenzt.
Eine Versorgungspflicht, wo bis Ende 2003 25
%, bis Ende 2005 50 % der Bevölkerung mit
der Frequenzen versorgt sein muss. Bezogen auf
die Fläche der Bundesrepublik ist das nicht
sehr viel, nur etwa 3-7 %. Da kleine Teile der
BRD also nicht mit UMTS versorgt sein werden,
werden alle UMTS-Handys auch GSM (GPRS) als
Fallback-Technik beinhalten.
Neben DeTeMobil und Mannesmann Mobilfunk nahmen
auch E-Plus Mobilfunk, Viag Interkom, debitel,
Group 3G sowie die MobilCom Multimedia GmbH
(mit France-Telecom) an der Versteigerung teil.
Insgesamt wurden 98.807.200.000,- DM für
die heißbegehrten Frequenzen bezahlt.
Alle Unternehmen haben 2 Frequenz-Blöcke
ersteigert. Hier eine kleine Auflistung der
Ausgaben:
E-Plus Hutchison 16.418.200.000 DM
Group 3G 16.446.000.000 DM,
Mannesmann Mobilfunk 16.473.800.000 DM,
MobilCom Multimedia 16.370.000.000 DM,
T-Mobil 16.582.200.000 DM und
VIAG Interkom 16.517.000.000 DM
Wann ist UMTS verfügbar?
In Japan sollen die ersten Frequenzen bereits
2001 angeschlossen und für den Verbraucher
zur Verfügung gestellt werden. Denn die
dortigen Mobilfunk-Systeme sind sehr stark ausgelastet.
Hinzu kommt, dass keine weiteren Frequenzen
mehr vergeben werden. Ericsson wird noch dieses
Jahr für den japanischen Netzbetreiber
NTT DoCoMo den Aufbau eines UMTS-Netzes beginnen.
2001 soll dann das Netz in einzelnen Metropolen
Japans in Betrieb genommen werden.
In Deutschland ist das Jahr 2002 ein zum heutigen
Standpunkt realistischer Starttermin. Denn nur
wenn bis dahin komplett neue Funknetze mit kleineren
Zellen und komplett neuer Hardware installiert
worden ist, kann die neue Frequenz an den Start
gehen.
Dies soll zunächst in den Ballungsgebieten
erfolgen und sukzessive ausgebaut werden. Bis
also die gesamte Bundesrepublik Deutschland
mit der UMTS-Frequenz versorgt sein wird, dürften
noch ein paar Jahre vergehen.
Als erster wird MobilCom den Schritt in die
neue Handy-Generation als Netzbetreiber angehen.
Zunächst ist der Einstieg in den Ballungszentren
zu erwarten. Mit dem MobilCom start sollen jedoch
30 % der Bev?lkerung den Mobilfunkstandard der
dritten Generation nutzen können. Wie ein
Sprecher des Unternehmens unserer Redaktion
mitteilte sollen Ende 2003 bereits 40-50 % der
Deutschen auf UMTS-Handy zurückgreifen
können.
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